Ausgangslage
Der Betrieb bewirtschaftet seit mehreren Generationen Rebflächen in einer der traditionsreichsten Anbauregionen Spaniens. In den älteren Anlagen nahm der Esca-Befall über Jahre spürbar zu: Einzelne Stöcke verfielen mitten in der Vegetationsperiode, die Ausfälle häuften sich, und Nachpflanzungen konnten die Lücken nicht ausgleichen. Konventionelle Maßnahmen brachten keine dauerhafte Besserung — eine großflächige Rodung stand im Raum.
Aufgabenstellung
- Bestandsaufnahme: Befallsgrad je Anlage und Sorte kartieren
- Erarbeitung eines standortspezifischen Sanierungskonzepts
- Schulung des Betriebsteams in präventiven Schnittmethoden
- Begleitung der Umsetzung über zwei Vegetationsperioden
Vorgehen
Zunächst wurde der Befall je Anlage und Sorte kartiert, um Schwerpunkte und Ursachen zu verstehen. Auf dieser Grundlage entstand ein zweistufiges Konzept: kurzfristig die gezielte Schnittsanierung stark befallener Stöcke, mittelfristig die Umstellung aller Anlagen auf eine vorbeugende, pilzreduzierende Schnittführung. Das Betriebsteam wurde in mehreren Vor-Ort-Terminen direkt an der Rebe geschult, sodass es die Technik eigenständig fortführen kann. Begleitend wurde über Bodenbegrünung die allgemeine Vitalität der Reben gestärkt.
Ergebnis
Bereits nach den ersten beiden Vegetationsperioden zeigten die sanierten Stöcke wieder gesunden Neutrieb und kehrten schrittweise in den Ertrag zurück. Entscheidend ist, dass der Betrieb die Schnittsanierung heute eigenständig weiterführt und Neuausfälle früh erkennt. So wurde die kostspielige Rodung und Neuanlage vermieden — und das Wissen bleibt im Betrieb.
Beispielprojekt. Fotos: Vitision GmbH. Konkrete Kennzahlen und Kundenangaben folgen mit Einverständnis des Betriebs.

